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NEWS: Das Staatstheater am Gärtnerplatz ist wieder am Platz

Tag des offenen Zuschauerraums im Gärtnerplatztheater am 8. Oktober 2017.

Foto: © Christian POGO Zach, Courtesy: Staatstheater am Gärtnerplatz.

 

Nach fünf Jahren Umbau, Ausbau, Sanierung ist das Gärtnerplatztheater wieder am Platz. Es ist heimgekehrt, nachdem es fünf Spielzeiten lang an rund 2.000 Abenden an zwölf Spielstätten gespielt hat, was einer logistischen Meisterleistung gleichkommt. Die Münchener lieben ihre Volksoper, das Gärtnerplatztheater, dem sie am heutigen Tag des offenen Zuschauerraums alle Ehre erwiesen und es Scharen besuchten. Die Saison 2017/2018 startet am 14. Oktober mit der Eröffnungsgala, die das 32-köpfige Solistenensemble, der Chor, die Ballettkompanie und das Orchester tragen werden.

 

Ansichten des wieder dem Spielbetrieb übergebenem Staatstheater am Gärtnerplatz.

Ansicht des Theaters, Zuschauerraum, Pausenfoyer, Bühne , Malersaal.

Fotos: © Christian POGO Zach, Courtesy: Staatstheater am Gärtnerplatz.

 

Die Sparte Ballett unter Direktor Karl Alfred Schreiner sieht für die neue Spielzeit zwei Premieren vor: Nach seiner erfolgreichen Interpretation von Tschaikowskys ‚Dornröschen‘ choreographiert  Schreiner nun das meisterhafte Ballett ‚Nussknacker‘, die Geschichte der kleinen Klara und ihrer großen Träume am Weihnachtsabend zur Musik des gleichen großartigen Ballettkomponisten. Basierend auf E.T.A. Hoffmanns romantisch-märchenhafter Erzählung bietet das Ballett fantastische Geschichten, bizarre Überraschungen, intensive, seelische Momente seiner Protagonisten und drollige Begegnungen für Klara und natürlich für die Zuschauer. Die Premiere der choreographischen Uraufführung ist für den 23. November angesetzt, die Ballettsoiree am 13. November 2017 gibt erste Einblicke in die Idee, Entwurf und Umsetzung.  

 


 

‚Wir alle tragen das Gefühl von Bewegung und Freiheit in uns und müssen es doch jeden Tag aufs Neue erkämpfen: So wie Klara in Der Nussknacker, die ihre erste Liebe verspürt, oder wie die Melancholie und gleichzeitige Freude am Leben, die in Nino Rotas La Strada steckt‘, führt Schreiner zu seinen geplanten neuen Balletten am Haus aus. La Strada wird erst im kommenden Jahr, ebenfalls als choreographische Uraufführung, am 12. Juli 2018 Premiere feiern (Ballettsoiree ist am 2. Juli 2018). Die Choreographie dafür erarbeitet Marco Goecke, Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts, nach dem gleichnamigen Film von Federico Fellini und der Musik von Nino Rota. In den Jahren von 1952 bis 1979 arbeitete Fellini eng mit dem Komponisten Nino Rota zusammen. ‚La Strada‘ war  Rotas dritte Partitur für einen Fellini-Film, in der er sich von der emotionsgeladenen Bildsprache des Regisseurs zu einer kraftvollen Rhythmik inspirieren ließ und es dabei zugleich verstand, eigenständige Motive und Themen zu entwickeln. 1966 arbeitete Rota seine Filmmusik schließlich zu einer Ballettsuite für Orchester um. Diese Fassung, die das Gärtnerplatztheater als deutsche Erstaufführung präsentiert, bildet für den Choreographen Marco Goecke die Grundlage zu einem mitreißenden Ballettabend über den Widerstreit menschlicher Urtriebe wie Liebe, Hass und Eifersucht.

 

Oben: Ballettchef Karl Alfred Schreiner inmitten seiner Ballett-Kompagnie.

Unten : Das Ballettensemble. Fotos: © Marie-Laure Briane, Courtesy: Staatstheater am Gärtnerplatz.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gaertnerplatztheater.de