· 

NEWS Martin Schläpfer: Vom Rhein an die Donau

Martin Schläpfer, künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des Balletts am Rhein. Foto: (c) Max Brunnert.

 

Seit dem 22. Juni 2018 ist es amtlich: Martin Schläpfer wird neuer Direktor des Wiener Staatsballetts und wechselt zur Saison 2020/2021 nach langer und sehr erfolgreicher Arbeit für das Ballett am Rhein Düsseldorf und Duisburg nach Wien, um dort in seinen Wirkungskreis als Direktor des Wiener Staatsballetts, der Compagnie der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien, sowie der Wiener Ballettakademie zu treten. Sein neues Amt tritt er mit Beginn der Intendanz von Bogdan Roščić an der Wiener Staatsoper an. In den zwei Spielzeiten bis zu seinem Wechsel wird Martin Schläpfer das Ballett am Rhein weiterhin gemeinsam mit Ballettdirektor Remus Şucheană leiten. Martin Schläpfer hatte das Angebot aus Wien im Frühjahr 2018 erhalten, wenige Monate, nachdem im November 2017 vereinbart worden war, dass er von Spielzeit 2019/2020 bis 2023/2024 als ‚Choreographer in Residence‘ für das Ballett am Rhein tätig sein werde.

Statements

Der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, kommentiert den Wechsel des mehrfach preisgekrönten Choreographen vom Rhein an die Donau: ‚Wir freuen uns sehr für Martin Schläpfer, auch wenn dies für uns einen großen Verlust bedeutet. Martin Schläpfer hat das Ballett am Rhein in kurzer Zeit an die Spitze der Ballettwelt geführt und auf internationalem Parkett zu einer der wichtigsten Adressen der Tanzkunst gemacht. Dass er jetzt das Angebot erhalten hat, mit dem Wiener Staatsballett eine der größten Ballettcompagnien der Welt zu leiten, ist nach den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen eine Würdigung seiner unvergleichlichen Arbeit in Düsseldorf und Duisburg.‘

Martin Schläpfer führte aus: ‚Meine Arbeit als Ballettdirektor und Chefchoreograph des Balletts am Rhein war und ist für mich künstlerisch sehr wichtig, sehr intensiv und schön. Ich bin dem Kulturdezernenten Hans Georg Lohe und dem Generalintendanten Christoph Meyer sehr dankbar, dass sie mir 2009 ihr Vertrauen ausgesprochen und die Leitung dieser wunderbaren Compagnie anvertraut haben; ich bin zudem dankbar für die Unterstützung, die ich hier erfahre, und für das Publikum, das uns auf unserem Weg mit Aufgeschlossenheit und Neugierde begleitet hat. Doch nun, nach zehn Jahren, in denen ich zahlreiche Angebote aus dem In- und Ausland abgelehnt habe, um ausschließlich in Düsseldorf und Duisburg zu wirken, habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, die neue Aufgabe in Wien anzunehmen, die für mich eine große, künstlerisch notwendige und in diesem Sinne folgerichtige Herausforderung darstellt.‘

(Quelle O-Ton: Pressemittteilung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg vom 22.6.2018)